Was hat die Vergangenheit mit DIR zu tun?

Geschichtskurs ist zwei Tage lang mit der Konrad-Adenauer-Stiftung unterwegs

„Erinnerungskultur“ ist das Thema, mit dem sich die Geschichtskurse der Q1 in den letzten Wochen auseinandergesetzt haben. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat zwei Projekttage für Schüler und Schülerinnen organisiert, um sich mit der deutschen Geschichte und ihren heutigen Auswirkungen auseinanderzusetzen. Dabei stand besonders folgende Frage im Mittelpunkt: „Was hat die Vergangenheit mit DIR und DEINER Zukunft zu tun?“

Der erste Projekttag fand in der Jugendherberge Düsseldorf statt, wo wir mit Schülern aus verschiedenen Schulen in der Aula empfangen wurden und in das Thema eingeführt wurden. Auch der ehemalige Ministerpräsident Professor Dr. Dr. Jürgen Rüttgers war zu Besuch und hielt zu Beginn der Veranstaltung eine Rede über die deutsche Geschichte und ihre heutigen Auswirkungen. Vor allem aber war sein Ziel, uns junge Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass sowohl wir als auch die Zukunft der nächsten Generation von der Geschichte beeinflusst werden und wir uns deshalb mit ihr beschäftigen müssen. Dabei wurden Themen wie der Mauerfall, Chemnitz und die Flüchtlingsfrage angesprochen. All diese Themen sind Dinge, mit denen wir alltäglich konfrontiert werden und über die wir trotzdem viel zu wenig wissen. Aus diesem Grund durften wir uns auf kreative Weise mit diesen Themen auseinandersetzen, zum Beispiel in Form eines Poetry Slam.

Am nächsten Tag ging die Fahrt nach Amsterdam, um dort besonders mit der jüdischen Geschichte in Kontakt zu kommen. Dort besuchten wir das „Jood Historisch“-Museum und konnten so die jüdische Kultur kennenlernen. Besonders interessant war es, als man Kleidung und Möbel der verstorbenen Juden betrachten konnte. Auch die Ausweise, Pässe und Tagebücher waren vorzufinden. Genauso wie in der Jugendherberge konnte ich wieder viel dazu lernen und feststellen, dass die tragische Geschichte der Juden nicht allzu lange her ist. Deshalb ist es wichtig, dass wir Jugendliche verstehen, dass WIR die Zukunft sind und dass WIR ALLE dazu beitragen können, die Fehler der Vergangenheit nicht noch mal zu wiederholen.

Susi Sando, Q1