Statt Watt: Q2-Schüler organisieren spontan neue Kursfahrt

Am Abschluss einer jeden Schullaufbahn steht bekanntlich eine Abschlussfahrt. Trotz Corona-Krise fanden diese auch dieses Jahr statt. Anfänglich planten der Mathe- und der Pädagogik-LK eine 7-tägige Segeltour auf dem Wattenmeer, jedoch fiel diese der Pandemie zum Opfer.

Stattdessen dürfen die Schüler zwei Kursfahrten genießen, von denen eine noch aussteht: Zuerst verbrachten die Schüler der beiden Leistungskurse die Zeit vom 6.-8.10 in Bremerhaven. Im Juni wird dann das Segeln nachgeholt in Form einer 5-tägigen Segeltour.

Die „erste“ Kursfahrt begann tatsächlich schon am 5.10. Die Schüler trafen sich im Andachtsraum der Schule, wo sie selbstständig das Programm für die drei Folgetage zusammengestellt haben. Das stärkte besonders die Selbstständigkeit sowie die Teamfähigkeit der beiden Leistungskurse. Innerhalb von zwei Stunden stand auch schon ein abwechslungsreiches Programm fest. 

Aber nicht nur bei der Planung des Programmes zeigten die Schüler Eigeninitiative: Für die Segeltour wurden einige frische Lebensmittel eingekauft, welche nun verwertet werden mussten. Die Schüler gaben alle Lebensmittel an die Eltern der „betroffenen“ Schüler weiter und sammelten Spenden für die Kursfahrt im Juni.

In Bremerhaven angekommen stand zuerst eine Hafenrundfahrt an. Besichtigt wurde dabei auch der Fischereihafen, begleitet von einer informativen Führung. Bis zum Abendessen durften die Schüler ihre Freizeit genießen, danach gab es einen freiwilligen Spieleabend. Ein „Ritual“, das auch am Folgetag wiederholt wurde. Am Mittwoch hatten die Schüler den Vormittag lang Freizeit. Diese wurde meist dazu genutzt, das Stadtzentrum von Bremerhaven zu erkunden. Das Kolumbus-Center, die Hafen-Plaza und ganz wichtig: das Riesenrad der Plaza. Am Nachmittag ging es dann ins Klimahaus. Eine Erlebniswelt, die seine Besucher den Längengrad 8° entlang durch die verschiedenen Klimazonen der Welt führt: Samoa, die Antarktis, Bremerhaven. Schüler und Lehrer lernten dabei etwas über die verschiedenen Länder, ihre Kulturen, Probleme und Bewohner. Nach der Besichtigung des Klimahauses neigte sich der Tag langsam zu Ende, wieder einmal abgerundet durch einen von den Schülern veranstalteten Spieleabend. 

Die letzte Sehenswürdigkeit, die auf dem Programm stand, war das Schifffahrtsmuseum. Neben einer sehr informativen Ausstellung konnten die Schüler gleich mehrere Schiffe in Eigenregie besichtigen. Ein Highlight dabei war das U-Boot, welches auch betreten werden konnte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte danach direkt die Heimreise nach Düsseldorf.

Trotz einiger anfänglicher Schwierigkeiten bzw. der zwingenden Umorganisation durch COVID 19 kann man wohl sagen, dass der Mathe- und der Pädagogik-Leistungskurs eine sehr erlebnisreiche und vor allem lehrreiche Kursfahrt hatten. Neben vielen tollen Erlebnissen lernten die Schüler eigenständig Events zu planen und auch im Team zu arbeiten. Dabei ist nicht außer Acht zu lassen, wie sehr all dies die Gemeinschaft unter den Schülern stärkte. Auch die Lehrer, die diese Fahrt begleiteten, haben sehr große Flexibilität und ein großes Engagement bewiesen.

Xenia Schröder, Q2