Oberstufenschüler bauen ein Haus

Vom 7. bis zum 11. Januar haben 13 Schüler der Einführungsphase vom Freien Christlichen Gymnasium an dem Challenge Bauprojekt im Düsseldorfer BZB (Bildungszentrum des Baugewerbes e.V.) teilgenommen. Das Challenge Bauprojekt ist ein Modellprojekt der Initiative KAoA (Kein Abschluss ohne Anschluss). Im Rahmen des Modellprojekts bietet das BZB einwöchige Projektworkshops für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, die sich für einen beruflichen Werdegang mit dualer Ausbildung und die Karrieremöglichkeiten als Führungskraft oder Unternehmer im Handwerk interessiere, an.  


Am ersten Tag nach der Begrüßung gab uns der Projektleiter, Martin Lomonaco, zunächst einen Eindruck in den Ablauf der Woche. Elektronische Geräte, wie Tablets und Laptops, welche zu Recherchezwecken dienten und wir im Verlauf der Woche verwendeten, wurden uns zur Verfügung gestellt. Zunächst gab es eine Einführung in die Bauwirtschaft und das Bauen in Deutschland. Außerdem recherchierten wir zu Karrieremöglichkeiten inklusive Dualer Ausbildung  und Aufstiegsfortbildung zum Bauunternehmer sowie Baumanager.


Am zweiten Tag erfolgte die Planungsphase des Projektes. In Gruppen erledigten wir verschiedenste Aufgaben. Eine Aufgabe war es, sich in Gruppen in die Rolle eines Unternehmers hineinzuversetzen, eine eigene Firmer zu gründen und die dazugehörige Webseite zu erstellen. Wir recherchierten die Kosten, die ein Unternehmen aufbringen muss für alle Dinge, die dazugehören: zum Beispiel ein Büro, die Firmenfahrzeuge etc. Darüber hinaus gestalteten wir ein Grundstück auf einer digitalen Plattform mit gegebenen Maßeinheiten. Wir recherchierten Informationen zu Mikrohäuser und druckten mit Hilfe eines 3D Druckers eine Miniatur eines Mikrohauses aus. Uns wurde der Umgang mit solchen 3D Druckern und dessen Funktionen gezeigt und wie man mithilfe eines Computerprogramms Objekte gestalten und dann ausdrucken kann.


Am dritten Tag begannen wir mit dem praktischen bauhandwerklichen Teil des Projektes. Bevor wir selbst an die Arbeit gehen konnten, wurde uns eine Einführung in bautypischen Werkzeugen wie Kreissägen, Stichsägen, Kabeltrommel, Hammer, Akkuschrauber usw. gegeben. Danach bauten wir drei 1 Quadratmeter große Wände und lernten, wie eine typische Wand für Holzrahmenbau-Häuser gebaut und welche Materialien dafür gebraucht werden. Außerdem bauten wir drei unterschiedliche Fassaden für unsere kleinen Modellwände und bekamen deren Funktion bei Wetter oder Wärmeübertragung von innen nach außen erklärt.


Am vierten Tag verbrachten wir die meiste Zeit des Tages, um ein Modellhaus zu bauen. Die Vorarbeit wurde bereits von anderen Handwerkern vor Ort erledigt, sodass wir fertige Wandteile, Dachplatten, Tür und vier Fenster  „zusammenpuzzeln“ mussten. Das Endresultat war dann ein Mikrohaus in wirklichkeitsgetreuem Maßstab. Nachdem das Modellhaus fertig war, begaben wir uns wieder in unsere Gruppen mit den jeweiligen Firmen und recherchierten die Kosten für das Haus und schrieben ein Angebot für einen möglichen Kunden und verglichen dieses mit den anderen Gruppen.


Am letzten Tag montierten wir das Modellhaus wieder ab. Die letzte gegebene Aufgabenstellung war es, eine Rechnung für einen hypothetischen Kunden zu schreiben, der bereits ein Mikrohaus der jeweiligen Firmen gekauft hatte.
Der Challenge - Bauprojekt war eine sehr lehrreiche Erfahrung. All die Informationen, die wir von Unternehmen und bauhandwerklichen Berufen gesammelt haben, können wir in der Zukunft verwenden und insbesondere als Zusatzwissen gebraucht werden.

Thyra Voss, EF