„Mr. Nobody“ – Was wäre, wenn…

Ein Theaterbesuch der Klassen 7a und 7d im Jungen Schauspiel Düsseldorf

Nemo Nobody ist ein 117-Jähriger Mann, der die Erinnerung an sein früheres Leben verloren hat. Während einer ärztlichen Behandlung wird sein Erinnerungsvermögen schrittweise wieder hergestellt. Allerdings kann er sich nun nicht mehr nur an ein Leben, sondern an verschiedene Varianten seines Lebens als Kind, als Jugendlicher und als Erwachsener erinnern. 

Auf experimentelle Weise werden bei dem Theaterstück „Mr. Nobody“ die vielfältigen Möglichkeiten durchgespielt, die das Leben an den entscheidenden Wendepunkten nehmen kann, je nachdem, wie man sich entscheidet. Welche Entscheidung die beste ist, lässt sich jedoch so einfach nicht beantworten.

Dies wird spätestens dann klar, als sich der erwachsene Nemo sogar einen privaten Pool und einen Hubschrauberlandeplatz leisten kann und wunschlos glücklich sein müsste, jedoch bekennen muss, dass er zwar reich, aber gelangweilt ist.

Diese durchaus anspruchsvolle, weil nicht auf Anhieb verständliche Adaption des gleichnamigen Kinofilms von 2009 haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7a und 7d bei einer Exkursion am Jungen Schauspiel  zu sehen bekommen.

Trotz der Komplexität des Stückes waren die Schüler*innen beeindruckt  von der kreativen Inszenierung und der schauspielerischen Leistung der jungen Akteure, die in Sekundenschnelle in verschiedene Rollen schlüpfen mussten. Auch die unkonventionelle und fantasievolle Bühnengestaltung, bestehend aus vielfältigen Lichteffekten und einer Kulisse, die während des Stückverlaufs von den Schauspielern mit Kreide an die Wand skizziert wurde, regte zum Nachdenken an.

Außerschulische Lernorte zu besuchen ist immer wieder ein echtes Highlight im Unterrichtsalltag. Dass auch ein Theaterbesuch sehr spannend und anregend sein kann, zeigt das folgende Schülerzitat von Lion aus der 7a: „Es war zwar abgefahren, aber irgendwie doch recht authentisch.“

Beate Nemecek