Honig für die Ohren

Nach der umwerfenden A-capella-Version des Gospels “No other name” hielt es das Publikum nicht mehr auf den Sitzen: Zum ersten Mal in der Geschichte der Adventskonzerte am FCG ging der tosende Applaus in “Zugabe”-Rufe über, woraufhin die Tawiah-Drillinge aus der Q1 den Saal noch einmal mit einem raffiniert gesetzten “Silent Night” verzauberten.

Es war der großartige Schlusspunkt eines an Höhepunkten reichhaltigen Abends, an dem kleine und große Künstler*innen das Publikum auf Weihnachten einstimmten. 

Der Bogen spannte sich dabei von traditionellen Weihnachtsliedern über klassische Werke bis zu modernen Pop-Songs. Viele Solisten, darunter erfolgreiche “Jugend musiziert”-Teilnehmer, zeigten ihr Können am Klavier: Cemal Dal (5c), Serena Deters (5a), Felix Füth (6a), Jasmin Bodrug (6b), Alicia Holz (6b), Leo Markini (6d), David Dehpour (8b), Kristine Yesayan (Q1) und Joella Pliev (Q1). 

Aber auch Gitarre (Maximilian Salamonski, 6c) und Trompete (Clemes Pielen, 7a) ließen weihnachtliche Melodien erklingen, die Cellistin Young-Ju Kim (9b) spielte Bachs berühmte Suite No 1 und Konstantin Steffen (8c) erfreute die Zuhörer mit einem heiteren Stück auf dem Akkordeon.

Richtig voll wurde es auf der Bühne, wenn die drei Chöre der Unterstufe Weihnachtslieder interpretierten: mal als Rap oder als Humoreske durch das “Neigungsfach Chor”, mal traditionell durch die Chöre der Jahrgangsstufe 5 und 6. Parallel dazu wurden die Liedtexte durch projizierte Bilder illustriert, die im Vorfeld im Kunstunterricht erstellt worden waren. Und zu “Vor langer Zeit in Bethlehem” wurde die Weihnachtsgeschichte gezeigt - verfilmt vom Neigungsfach Theater. Insbesondere der Chor der 6. Klassen beeindruckte durch ausdrucksstarken Gesang - da merkte man, was ein Jahr Musikunterricht ausmacht! 

Sanfte Töne schlug hingegen Julia Hoffmann (Q2) mit der Pop-Ballade “Dancing on my own” an, bevor Dorina, Dorinda und Dörte Tawiah ganz ohne instrumentale Begleitung das Publikum begeisterten. 

Es war ein toller Abend voll besinnlicher, heiterer und kraftvoller Musik - ein wahrer Genuss und “Balsam für die Seele, endlich wieder Musik im Haus zu haben”, so Musiklehrerin Ann-Christin Linke in ihrem Schlusswort, bevor die Zuhörer*innen mit einem vielsprachigen “Frohe Weihnacht!” verabschiedet wurden.

Hauke Hullen