Gen-Experimente in der Q2

Als Bio-LK-Kurs hatten wir im September die Möglichkeit, Grundlagenversuche zur Molekulargenetik im Baylab Wuppertal zu machen. Wir konnten einen Tag lang in die Laborpraxis der Molekularbiologie hineinschnuppern. Dabei haben wir zum einen DNA aus Zwiebeln und aus dem Bakterium Echerichia coli isoliert und später spektralfotometrisch auf ihren Reinheitsgrad hin untersucht. In einem weiteren Versuch haben wir DNA des Phagen Lambda in zwei Ansätzen mit einem der beiden  Restriktionsenzymen Hind III und BAM HI, die nur an bestimmten DNA-Frequenzen schneiden, versetzt, damit die DNA in kleinere Fragmente geschnitten wurde. Nach einer Inkubationszeit von einer Stunde bei 37°C wurde eine Gel-Elektrophorese durchgeführt, um die Größe der unterschiedlichen DNA-Fragmente zu bestimmen, um damit die Funktion der beiden Restriktionsenzyme zu vergleichen. Dafür muss man die DNA-Proben mit dem jeweiligen Restriktionsenzym und einem Marker (für die spätere Sichtbarmachung unter UV-Licht) in Geltaschen in einem Agarose-Gel platzieren. Hierbei war besonders darauf zu achten, dass man mit der Pipette nicht die Geltaschen durchsticht, da ansonsten das Ergebnis der Banden verzehrt ist und das Gel nicht korrekt ausgewertet werden kann.

Auf dem Foto kann man das Gelelektrophoresebild von einer unserer Gruppen sehen. Die Banden, die nicht gerade sind, verraten, dass wir die Geltaschen mit der Pipette durchstochen haben. Es war gar nicht so leicht, so exakt mit den Mikropipetten zu arbeiten.

Wir haben viel auf diesem Ausflug gelernt und einige der Methoden anwenden können, die wir bisher nur aus Büchern und Filmen kannten. Jetzt können wir mit neuen Erfahrungen in der Molekularbiologie nächstes Jahr unsere Abiturklausur in Biologie schreiben.

Der Bio-Lk 2020