Ein Weihnachtsbaum für den Abi-Ball

Besondere Kreativität beweisen in diesem Jahr die Schüler*innen der Q2: Weil die Corona-Auflagen das traditionelle Waffelbacken nicht erlauben, haben sich die Jugendlichen ganz neue Aktionen einfallen lassen, welche zur Finanzierung der Abi-Feierlichkeiten beitragen sollen.

Denn das war schon ein herber Rückschlag: „Der Waffelverkauf als Haupteinnahmequelle fiel für uns komplett weg“, erzählt Julia Khalil (18) vom Eventkommitee der Jahrgangsstufe.

Die Waffeln, deren Duft sonst wochenlang das ganze Gebäude erfüllte und kleine wie große Genießer ins Foyer zog, hatten stets einen guten Anteil der Kosten mitfinanziert. Den Keksenund Muffins, die nun ersatzweise verkauft werden, fehlt diese Sogwirkung. Daher mussten neue Ideen her - immerhin wird der Abi-Ball mit fast 40.000 Euro zu Buche schlagen.

So findet in diesem Jahr erstmalig ein Weihnachtsbaumverkauf direkt an der Schule statt: Am 12., 19. und 21. Dezember verwandelt die Q2 den Lehrerparkplatz in einen „Drive-Thru“, wo man mit seinem Auto an den Bäumen vorbeikutschiert, sich das schönste Exemplar aussucht und sich den Baum am Ende in den Wagen legen lässt. Alternativ bieten die Schüler auch einen Lieferservice für die Nordmann-Tannen an.

Ebenfalls neu im Repertoire ist der Adventskalender, der nun in etlichen Klassen das Warten auf Weihnachten verkürzt. In jeder Tüte stecken neben Süßigkeiten und einem Bibelvers auch praktische Dinge für den Schulalltag wie Stifte oder Radiergummis. „Diese Aktion hat sehr gut funktioniert“, meint Julia zufrieden.

Auch das Fundmate-Angebot, bei denen fair und nachhaltig hergestellte Produkte durch die Q2 verkauft wurden, stieß bei Schüler*innen und Eltern auf reges Interesse.
„Damit machen wir kein großes Geld, aber 300-400 Euro nehmen wir pro Aktion ein“, erklärt Julia.

Und auch wenn die Corona-Entwicklung kaum vorhersehbar ist: „Wir haben Hoffnung, den Abiball feiern zu können. Wir planen so, als würde er stattfinden können. Sicherheitshalber haben wir aber auch eine Pandemie-Klausel in den Verträgen, so dass wir ohne Kosten rauskämen.“

Und was passiert dann mit dem Ball? „Zur Not feiern wir auf dem Schulhof!“

Hauke Hullen