Dentalprojekt: Schülerinnen fertigen Zahnkronen an

Zehn Schülerinnen konnten am Projektworkshop der Oberstufe teilnehmen und ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen.

Wissen Sie, welche Aufgaben ein Zahntechniker hat?
Falls ja, ist das sehr erfreulich. Falls nein, ist es aber keinesfalls schlimm, denn wir Schüler wussten es bis letzte Woche auch nicht. Doch durch den Workshop „Dentalprojekt“ (24.-28. Juni 2019) der Handwerkskammer Düsseldorf, konnten 10 Schülerinnen aus der Einführungsphase des Freien Christlichen Gymnasiums erste Eindrücke aus dem Berufsleben des Zahntechnikers sammeln und den Berufsalltag kennenlernen. Eine Woche wurden wir von Zahntechnikermeisterin Frau Remmen begleitet und konnten viel von ihr lernen.

Unser Projekt ging täglich von 8.15 bis ca. 14 Uhr.
Unser Montag begann mit der Frage „Was braucht ein Zahntechniker für seine Arbeit?“. Viele, so auch wir, denken natürlich bei dieser Frage, dass ein Zahntechniker lediglich seine Materialien, wie Gips, Kunststoffe und seine Werkzeuge benötigt. Doch wir wurden eines Besseren belehrt, denn man benötigt auch berufliche Handlungskompetenzen wie zum Beispiel Gründlichkeit, da die gefertigte Krone auch auf den Zahn passen muss. Auch muss man kritikfähig und freundlich sein, da im Umgang mit Kunden nicht immer direkt alles funktioniert und man darauf vorbereitet sein muss. Am Vormittag haben wir einen Zahnabdruck aus Gips gegossen und über die Morphologie der Zähne, also die Aufstellung der Zähne im Mund, sowie über den Aufbau eines Zahns und eines Kiefergelenks gesprochen.


Am Dienstag haben wir unsere erste eigene Krone aus Wachs im Zahnlabor hergestellt. Das war eine sehr interessante Erfahrung. Mithilfe des Bunsenbrenners konnten wir immer wieder Wachs auf den Gipszahn auftragen, bis am Ende eine manuell gefertigte Krone entstand. Nach unserer Arbeit am Montag und Dienstag mussten wir am Mittwoch erst einmal aufräumen, denn auch das gehört zu den Aufgaben eines Zahntechnikers. Später haben wir eine Vollgusskrone kalkuliert, hierbei haben wir sowohl die Materialkosten, den Umsatz, als auch die Arbeitszeit mittels des Dreisatzes für eine manuell angefertigte Krone berechnet. Außerdem haben wir berechnet, wie viel ein Mitarbeiter verdient und welche laufenden Kosten in einem Zahnlabor anfallen.
Am Donnerstag haben wir uns dann mit der digitalen Herstellung einer Krone beschäftigt. Hierbei haben wir mittels CAD/CAM eine digitale Krone erstellt und diese anschließend mit einem digitalen Scanner vermessen.


Am Freitag haben wir nun auch unsere digitale Krone mittels Dreisatz kalkuliert. Nachmittags hat uns Frau Remmen darüber informiert, was man nach dem Meistertitel als Zahntechniker alles machen kann. Beispielsweise kann man danach Lehramt oder Zahnmedizin studieren. Anschließend durften wir zuschauen, wie aus unserer Krone „Wirklichkeit“ wurde: Der Kunststoff, das benötigte Material, wurde in der Fräsmaschine zurechtgeschnitten, bis unsere Krone entstand.
Nun ist leider die Woche schon wieder vorbei, doch sie war sehr interessant und hat uns viel Spaß gemacht. Ich kann jedem empfehlen an dem Dentalprojekt teilzunehmen, da man viel für das spätere Berufsleben lernt. Auch wenn man sich nicht für die Zahntechnik begeistert, ist dieses Projekt eine Erfahrung wert, da es keinesfalls eintönig ist und es im Hinblick auf die Berufswahl vorteilhaft ist, wenn man in möglichst viele Bereiche hineingeschaut hat. Vielen Dank für dieses Projekt!

Adda Schlender, Einführungsphase