Das Internet - ein rechtsfreier Raum?

Ein Webinar informiert Eltern und Schüler über rechtliche Fallstricke

Das Internet, mitsamt den dazugehörigen sozialen Medien und ihrer ständigen Benutzung, hat eine immer größer werdende Position im alltäglichen Leben. Dies trifft sowohl auf Eltern als auch auf Kinder zu.

Nun stellt sich zu Recht die Frage: Was ist erlaubt, was nicht? Wer haftet wofür? Welche Gefahren bringt das Internet mit sich?

Die Rostocker Anwältin Gesa Stückmann bietet Web-Seminare, sogenannte „Webinare“, welche über das Thema „Recht im Internet“ aufklären. In ihrem Projekt „Law 4 school“ klärt sie Schüler über die Rechtslage im Internet auf. Sowohl die Schüler*innen der Q1 als auch ihre Eltern nahmen an einem solchen Webinar teil.

Stückmann klärte die Q1 darüber auf, wie schnell man für einfache Nachrichten belastet werden kann und welche Gefahren WhatsApp, Snapchat, Instagram & Co eigentlich verbergen.

Zu Beginn des Webinars erklärte Stückmann die deutsche Rechtslage anhand einiger Beispiele. Zentrales Thema hierbei war Cyber-Mobbing. Aus einem Fall aus dem Jahr 2007 wurde deutlich, dass sich die am Cyber-Mobbing Beteiligten oftmals ihrer Taten nicht bewusst sind.

Stückmanns Ziel ist also die Eindämmung von Cyber-Mobbing Fällen durch die Aufklärung über dieses Thema.

Die Anwältin klärte anhand mehrerer Fallbeispiele über die Rechtslage auf. Des Weiteren ging sie auf die Konsequenzen ein, welche Cyber-Mobbing Täter zu tragen haben. Dabei kam heraus: Sobald sich der Täter seiner Tat bewusst ist, muss er auch für diese haften.

Das heißt, sollte ein Kind zu einer Geldstrafe verurteilt werden (welche bei Cyber-Mobbing Fällen sehr hoch ausfallen können), so muss das Kind selber dafür haften und nicht dessen Erziehungsberechtigte.

Gefahren drohen auch bei WhatsApp: Die Admins einer WhattsApp-Gruppe können für alles belangt werden, was in dieser Gruppe passiert. Vor allem Sticker stellen eine unbekannte Gefahr dar. Je nachdem, was auf diesem Sticker abgebildet ist, kann man auch nur für seinen Besitz belangt werden, auch wenn man diesen nicht weiter geschickt hat.

Die Q1 zeigte sich von den neuen Erkenntnissen sehr überrascht. Der Großteil der Schüler rät vor allem den unteren Stufen nahe, sich über das Thema „Recht im Internet“ zu informieren, gerade weil das Internet eine immer größer werdende Rolle in unserem Leben spielt. Außerdem ist das Internet weder ein rechtsfreier noch ein wirklich sicherer Ort. Es schadet nicht, sich mit den Gefahren des Internets bekannt zu machen.

Xenia Schröder, Q1