Zocken & Pornographie: Was tun gegen problematische Mediennutzung?

In dieser Woche finden die Medienpräventionstage am FCG statt, bei denen Experten der Fachstelle für Mediensucht „return“ bei verschiedenen Veranstaltungen Lehrer, Eltern und Schüler informieren und sensibilisieren.
Als Schule, die im Unterricht viel mit Computern und online arbeitet, sehen wir es als unsere Aufgabe an, Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, angemessen und gewinnbringend mit den digitalen Medien und dem Internet umzugehen.

Die Fachstelle Mediensucht „return“ schreibt: „Nicht selten sind unangemessene elterliche Erziehungskonzepte Auslöser für die Entwicklung eines exzessiven Medienkonsums bzw. einer Medienabhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Der Arbeit mit Eltern kommt in diesem Problemfeld von daher eine zentrale Bedeutung zu."
Daher wollen wir durch die Info-Abende (20./21. Februar) Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung stärken und sie für problematische Medien-Nutzung ihrer Kinder sensibilisieren. Zudem erhoffen wir uns, dass Eltern Klarheit bezüglich ihrer Haltung zum Thema Mediennutzung gewinnen.
Doch ist die (private) Mediennutzung überhaupt ein Thema für die Institution Schule? Ja – denn Schule ist immer dann betroffen, wenn Schüler durch eine problematische Mediennutzung in ihrer Freizeit ihre schulische Verantwortung nicht mehr wahrnehmen können, im Unterricht müde sind, weil sie die ganze Nacht gezockt haben, oder den Unterricht nicht mehr vor- oder nachbereiten, weil sie durch Handy oder Computer zu Hause derart abgelenkt sind, dass an ein effektives oder konzentriertes Arbeiten nicht mehr zu denken ist.
So berichten viele Eltern an Elternsprechtagen, dass es zu Hause ein ständiger Kampf sei, die Kinder zum Lernen zu bringen. Dauernd würden sie am Laptop oder Smartphone hängen.
Gerade weil der Medieneinsatz am FCG im Unterricht so gefördert wird, ist es wichtig, nicht nur fachlich den Umgang mit dem Laptop zu erlernen, sondern gleichzeitig die Schüler zur Medienmündigkeit und Medienreife zu führen. 
Auf dem letzten Informationsabend im September 2017 zum Thema "Medien, Zocken, Pornographie" gab es so viele Fragen der Eltern, insbesondere zur Internetpornographie und zu Spielen, dass wir uns entschieden haben, in diesem Schuljahr zwei Elternabende zu genau diesen beiden Inhalten anzubieten.
Damit auch wir Lehrer und Lehrerinnen mit Schülerinnen und Schülern angemessen umgehen, die eine problematische Mediennutzung aufweisen, wird auch das Kollegium des FCG im Rahmen einer Lehrerfortbildung zum Thema Mediensucht geschult.
Die Referenten sind Dietrich Riesen (Erzieher und Jugendreferent) und Lucas Döbel (Sozialpädagoge und Suchttherapeut) von „return“, einer Fachstelle für Mediensucht (www.return-mediensucht.de) in Hannover.
Wir freuen uns auch sehr darüber, dass die Pronova BKK die gesamten Kosten der Medienpräventionstage trägt!

Andreas Lauer