Wie ist es, im Landtag zu sitzen?

Diese Erfahrung machte die Klasse 8a am 1. Februar: Wir machten einen Ausflug in den Landtag. Dort mussten wir zuerst durch eine Sicherheitskontrolle gehen, anschließend haben wir Gruppenkärtchen bekommen und unsere Jacken und Rucksäcke wurden weggeschlossen.

Unser erster Programmpunkt war die Präsentation im Plenarsaal. Eine Frau erklärte uns die verschiedenen Sitze, Fraktionen und Aufgaben. Danach durften wir selber unsere Meinung zu einem Gesetzentwurf darlegen. Unsere Meinung mit den Argumenten haben wir einen Tag davor in der Klasse geschrieben. Einer von uns durfte dabei den Landtagspräsidenten spielen. Der umstrittene Gesetzentwurf hieß „Wahlrecht ab der Geburt“.

Nach der interessanten Sitzung haben wir Oliver Keymis, einen Politiker der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“, getroffen und wir durften ihm ein paar Fragen stellen.

Er ist nicht nur Politiker, sondern auch der Vizepräsident des Landtags. Keymis ist zufällig in die Partei gekommen, früher war er Regisseur und als ein Politiker entschieden hatte, bei ihm in der Nähe eine sechsspurige Autobahn in ein Waldgebiet zu bauen, hat er sich dafür eingesetzt, dass diese Autobahn nicht zustande kommen sollte. Nach der Debatte hat ihn ein Politiker der Grünen gefragt, ob er nicht zu ihnen in die Partei kommen möchte.

Keymis verbindet mit den Grünen Umweltschutz, Naturschutz und auch Klimaschutz. Er und seine Partei möchten die Energiepolitik umstellen, außerdem wollen sie den Flugverkehr, die Altenpflege und die schulische Ausbildung verbessern.

Besonders gut an dem Job findet er das Zusammenkommen mit Menschen, die Verantwortung für die Welt und das Einsetzen für eine bessere Gesellschaft. Keymis sagt auch, dass ihm sein Job viel Spaß macht. Er ist allerdings auch viel unterwegs und sieht deswegen nicht so oft seine Familie. An Weihnachten ist er aber wieder zu Hause. „Weihnachtszeit ist stille Zeit!“, sagt er. Als wir ihn auf die AFD ansprechen, meint er, dass es gleichberechtigte Abgeordnete sind. Sie sind nur ein schwieriges Kapitel, an die man nicht so leicht herankommt.

Nach dem Interview aßen und tranken wir noch in der Cafeteria, danach packten wir unsere Sachen und fuhren nach Hause.

Der Ausflug war sehr spannend und interessant, da wir viel aus dem Leben eines Politikers erfahren haben und gesehen haben, was man alles in einem Plenarsaal macht und welche Aufgaben die Politiker in ihren einzelnen Fraktionen haben.

Franziska Ruhl, 8a