UNICEF-Aktion: Handabdrücke an MdB Michaela Noll überreicht

Nachdem die Schülerinnen und Schüler des Freien Christlichen Gymnasiums anlässlich des diesjährigen Red Hand Days viele Handabdrücke gesammelt hatten, überreichte Georg Said Loer (Q1) diese am 10. April 2018 der Bundestagsabgeordnete und Bundestagsvizepräsidentin a.D. Michaela Noll.
„Die roten Handabdrücke sind das Zeichen eines weltweiten Protestes gegen das Leid, das Kindersoldaten in den Kriegsgebieten erfahren“, so die Politikerin. Sie interessierte sich auch für das neugegründete UNICEF-Junior Team für Langenfeld, Hilden und Monheim, in welchem bereits einige Schülerinnen und Schüler der Q1 des FCGs aktiv sind. Das freiwillige Engagement, insbesondere das von Jugendlichen ist ein wichtiger Beitrag zu einer lebendigen Gesellschaft, darüber waren sich beide einig.
Darüberhinaus unterhielten sie sich noch über die Vorreiterrolle des FCGs bei dem Thema der Digitalisierung und über das angenehmen Schulklima, welches Engagement wie dieses fördert.

In einem Interview verriet uns Georg noch mehr über die Hintergründe der Aktion.

Georg, warum ist diese Aktion wichtig?
Das gemeinsame Sammeln der Handabdrücke mag vielleicht unbedeutenden und abstrakt erscheinen. Doch muss man hier die eigene Perspektive erweitern. Diese Aktion wurde in vielen Städten und Ländern durchgeführt und tausenden von Menschen haben über das Problem nachgedacht: Kinder werden gezwungen, am Krieg teilzunehmen, sie werden gezwungen, Waffen zu nutzen oder noch viel Schlimmeres. Zwar mögen manche Aktionsteilnehmer nur Spaß daran gehabt haben, mit der roten Farbe ihren Handabdruck abzugeben, doch haben sie trotzdem gezeigt, dass diese Situation ihnen nicht vollkommen egal ist. Sonst hätten sie einfach an den Ständen vorbeigehen können. Dieser friedlicher Protest, den man mit den Handabdrücken unternommen hat, ist meiner Meinung nach wichtig, da er mit Herz und Verstand, nicht der Faust, durchgeführt wird.

Glaubst du, dass diese Aktion einen Effekt hat?
Natürlich! Friedliche Proteste waren schon immer Tail unserer Gesellschaft. Ein kleiner Mann ging in einen Hungerstreik, andere folgten seinen Beispiel und schon war Indien unabhängig. Vielleicht mag dieser Vergleich ein bisschen weit hergeholt sein, doch denke ich, dass er passend ist. Bei einem friedlichen Protest geht es nämlich nicht um die Masse, es geht um das Individuum. Jetzt wird schon seit über 10 Jahren diese Aktion durchgeführt und unzählbare Handabdrücke gesammelt. So etwas bleibt nicht unbemerkt. Ob im Bundestag, dem Europäischen Parlament oder den Vereinten Nationen in New York. Überall kam diese Aktion schon an und überall hat es schon Gedanken zu diesem Thema ausgelöst. Stellen Sie sich mal diesen Domino-Effekt vor!

Seit wann engagierst du dich bei Unicef und warum ist dir diese Arbeit wichtig?
Seit 2016 bin ich aktiv in einem UNICEF Junior Team und letztes Jahr bin ich zur Ausbildung zu einem Junior Teamer aufgenommen worden. Meine einjährige Ausbildung wird am 6. Mai zu Ende gehen und ich werde ein offizieller Junior Teamer von UNICEF Deutschland sein. Auch seit Anfang des Jahres existiert das von mir gegründeten "Junior Team Langenfeld - Monheim - Hilden“.
Ein gemeinsames Ziel ist, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen sowie Spaß und etwas Neues außerhalb der Schule zu lernen. Dies waren die Gründe, die mich bewogen haben, nach einem Ehrenamt als Jugendlicher Ausschau zu halten. Dass meine Wahl auf UNICEF gefallen ist, liegt unteranderem daran, dass diese ein hervorragendes Angebot zur Jugendarbeit besitzen und auch auf die Stimmen von uns Jugendlichen hören. Dazu sind Kinder der Schwerpunkt von UNICEF, was mir persönlich am Herzen liegt und wohl niemals unterschätzt werden darf. Ich sehe, wie viel Gutes passiert, wenn man in das Wohlergehen von Kindern investiert. Und wer möchte nicht gleiche Chancen und Rechte für Kindern weltweit sehen?

Vielen Dank für das Gespräch!
Die Fragen stellte Hauke Hullen.

Wenn du ebenfalls Interesse an der UNICEF-Gruppe hast, dann nimm Kontakt auf: g-loer [at] outlook [dot] de