Phyik-Lk besucht den größten Teilchenbeschleuniger der Welt in Genf/Schweiz

Am Samstag den 10.12.2016 hat der Physik-Leistungskurs der Q1 am FCG das CERN in Genf besucht. CERN ist eine europäische Großforschungsanlage für Experimente auf dem Gebiet der Teilchenphysik. Der größte Beschleuniger dort, der LHC (Large Hadron Collider) hat einen Umfang von 27 km und liegt ca. 150 Meter unter der Erdoberfläche.

Bei den Experimenten am CERN werden Elementarteilchen wie Protonen auf sehr hohe Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und dann zur Kollision gebracht. Hierbei entstehen neue Elementarteilchen, die dann in großen, haushohen Detektoren untersucht werden. Der Aufwand, den man für die Beschleunigung kleiner Teilchen betreiben muss, ist deshalb so hoch, weil bei Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit nach der Relativitätstheorie die Masse der Teilchen stark zunimmt und damit auch ihre Trägheit. Neben vielen anderen Entdeckungen wurde vor einigen Jahren dort auch das Higgs-Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit entdeckt, das von Higgs 1964 theoretisch vorhergesagt wurde und anderen Teilchen ihre Masse verleiht.

Wie schon beim vorangegangenen Physik-LK, der CERN im Rahmen einer Kursfahrt besichtigt hat, ist es gelungen, einen Besichtigungstermin zu erhalten, der sehr kurzfristig vom Institut für Jugendmanagement in Heidelberg organisiert wurde. Die Schülerinnen und Schüler sind am Freitagabend mit dem Zug nach Heidelberg gefahren und dort gemeinsam mit einer anderen Gruppe aus Siegen in einem Bus über Nacht nach Genf gefahren.

Nach einer fachlichen Vorbereitung im Unterricht und Referaten während der Busfahrt am Samstagmorgen erhielt die Gruppe einen beeindruckenden fachlichen Vortrag über die Physik der Elementarteilchen von dem sehr erfahrenen Dr. Batzner, der die Gruppe anschließend durch verschiedene Einrichtungen am CERN führte. Hierzu zählte der ATLAS-Detektor sowie die Magnetenwerkstatt, in der die Beschleuniger, die Steuermagneten sowie weitere Bauteile der Apparaturen am CERN gebaut werden.

Nach rund fünf Stunden Aufenthalt am CERN ging es wieder zurück, zunächst mit dem Bus nach Heidelberg und dann mit der Bahn nach Düsseldorf, wo die Schülerinnen und Schüler gegen Mitternacht eintrafen.

Dr. Thomas Kraska