FCGler debattieren bei der größten UN-Simulation Deutschlands

Vom 29. Mai zum 2. Juni 2017 fand im niedersächsischen Oldenburg das „17. Oldenburg Model United Nations“ (OLMUN) statt. OLMUN ist ein international organisiertes Planspiel, in dem Schüler in Anlehnung an den Kongress der Vereinten Nationen (UN) über relevante Themen des Zusammenlebens auf unserem Planeten miteinander diskutieren. Oldenburger Schüler organisieren das Planspiel seit 2001, im Laufe der Jahre entwickelte es sich zu einem international anerkannten Kongress, der mittlerweile durch die UN unterstützt wird, Teilnehmer aus Ländern der ganzen Welt anzieht und in diesem Jahr mit über 800 Schülern einen Teilnahmerekord aufstellte. Mit dabei war 2017 auch eine neunköpfige Delegation des FCG unter der Leitung von Herrn Dr. Braune und Frau Misske.

Das Hauptthema des diesjährigen OLMUN Kongresses lautete

„NEW CHALLANGES, NEW OPPORTUNITIES - Our World in Upheaval“

Unterteilt in acht Themengruppen diskutierten die Kongressteilnehmer in so genannten Komitees relevante Unterthemen, z.B.:

- Die Entwicklung von politischen Leitlinien für einen nachhaltigen Städtebau,
- Lösungsansätze gegen die Bedrohung durch chemische und biologische Waffen,
- Die Verbesserung der globalen Verhältnisse zum Einrichten eines Konzeptes für eine kooperative soziale Verantwortung.

Alle Teilnehmer teilten sich vorab einem Staat ihrer Wahl zu (mit Ausnahme ihres Herkunftslandes) und hatten in den Komitees als Delegierte dieses Staates dessen Interessen zu vertreten. Zur Vorbereitung auf den Kongress waren also umfangreiche Recherchen über die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation des jeweiligen Landes unerlässlich.

Zur Einstimmung und Einführung in den Kongressverlauf trafen sich am ersten Tag alle Teilnehmer in der Oldenburger „Weser-Ems-Halle“. Die Kongresssprache war Englisch, was sowohl für die Diskussionen in den Komitees wie auch für Fragestellungen zu organisatorischen Themen galt. Eingeführt wurde auch mit Eröffnungsreden der einzelnen Delegationen und externen Gastrednern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Nach Erklärungen über den Ablauf der Woche trafen sich die Teilnehmer an den Folgetagen verteilt auf verschiedene Oldenburger Schulen in ihren Komitees. Dort hatten die Delegationen die Aufgabe, unter Berücksichtigung der Interessen „ihres“ Landes in der Auseinandersetzung mit den übrigen Abgesandten eine gemeinsame Resolution zu ihrem Komiteethema zu verabschieden. Nach einem so genannten ‚Ice-breaker’, einem Input-Referat, das zur besseren Verständigungen und Übersicht über die unterschiedlichen Interessenlagen der einzelnen Nationen beitrug, begann in Kleingruppen die Diskussion. Ergebnisse der Kleingruppen wurden später im Komitee vorgetragen. Am Abschlusstag wurden schließlich die Ergebnisse im Gesamtkongress eingebracht, um daraus die entsprechenden Resolutionen zu verabschieden.

Für die Abende hatten die Oldenburger Schüler ein abwechslungsreiches „after work“-Programm organisiert. Nach den bisweilen langwierigen Sitzungen konnten sich die TeilnehmerInnen bei Barbecue, Soccer-Games und Club-Aufenthalten erholen.

Zum Abschluss sei mir noch eine persönliche Anmerkung gestattet: OLMUN ist sicher keine Jux-Veranstaltung. OLMUN ist ernst und anstrengend. Es gilt Disziplin und sogar der UN-Dresscode. Wer z.B. zu spät kommt, handelt sich schnell ein „punishment“ ein - z.B. Vorsingen vor allen (oh Gott, wie peinlich!). Aber OLMUN bietet auch unzählige Gelegenheiten, nette Menschen kennenzulernen, internationale Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen zu sammeln und seine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Es bietet zahlreiche Möglichkeiten zu lachen und neue Freundschaften zu schließen. Ich fand's toll und kann jedem, der die Gelegenheit hat, daran teilzunehmen, nur eines raten: Nutzt sie!

Milena Petersen, Q1, FCG