Die Unterstufe

Jahrgangstufe 5 und 6

Grundsätzliche Kerngedanken

Die Unterstufe umfasst die Klassen 5 und 6. Sie bilden eine besondere pädagogische Einheit, in der es darum geht, die Schülerinnen und Schüler an gymnasiale Arbeitsweisen heranzuführen und fit für den weiteren Weg über die Mittelstufe in die Oberstufe zu machen.

Individuelle Persönlichkeiten sehen

Kinder sind individuelle Persönlichkeiten, denen wir begegnen und die wir einige Jahre auf ihrem Lebensweg begleiten wollen. Sie besitzen unterschiedliche Begabungen, Interessen und Stärken und haben in Familien und Grund-schulen ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Unsere pädagogischen Überlegungen werden von den folgenden Gedanken geleitet:

  • Ich sehe dich.
  • Du bist angenommen und gut, so wie du bist.
  • Wir wollen dir helfen, einmal mehr aufzustehen, als du hinfällst.

Wir wollen individuelle Begabung entdecken bzw. fördern und dazu anleiten, Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen, Methoden zu erwerben und diese selbständig anzuwenden. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, dass Kinder sich selbst und die anderen innerhalb ihrer Klasse wertschätzend behandeln und sich respektvoll verhalten. Sie haben die Chance, Lern- und Arbeitsmodelle kennenzulernen, die ihnen kreative, teamorientierte, mediengestützte und analytisch-theoretische Denk- und Handlungsweisen ermöglichen.

Was ist neu zu Beginn der Klasse 5?

Wenn die Mädchen und Jungen nach den Sommerferien bei uns beginnen, bedeutet dies in vielen Bereichen Veränderung. Damit der Übergang gelingt, unterstützen wir den Prozess des  Ankommens durch besonders gestaltete erste Schultage. Die ersten Tage stehen ganz im Zeichen des Kennenlernens, regulärer Unterricht findet noch nicht statt. Die Einschulung wird im großen Kreis mit einer gemeinsamen Andacht gefeiert. Gemeinsames Mittagessen, das Erstellen von „Steck-briefen", Spiele und eine Schulrallye helfen dabei, miteinander in Kontakt zu kommen. Die Klassenlehrer/-innen, die für die nächsten Jahre wichtige Bezugspersonen sind, begleiten die Kinder dabei und werden in den ersten Tagen schon von den Klassenpaten unterstützt.
In dieser Phase entstehen auch die ersten Klassenregeln, die gemeinsam erarbeitet und von allen Schülerinnen und Schülern unterschrieben werden.
Konflikte und deren Lösung gehören zum Alltag. So hat sich in vielen Klassen der Klassenrat bewährt, und diese Arbeit wird durch die der Streitschlichter unterstützt.

Orientierung im Alltag gewinnen

In der zweiten Woche beginnt der Unterricht nach Plan. Die Zeit bis zu den Herbstferien dient hauptsächlich dazu, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen und in den Hauptfächern unterschiedliche Lern- und Methodenkompetenzen wahrzunehmen und darauf aufbauend miteinander Neues zu erarbeiten.
Stück für Stück wächst so auch Klassengemeinschaft und die Schülerinnen und Schüler gewinnen Sicherheit im Schulalltag.
Das Ende der Klasse 5 wird mit einer Klassenfahrt abgerundet, die zum Ziel hat, die Klassengemeinschaft noch einmal für die weitere gemeinsame Schulzeit zu festigen.

Regelunterricht

Eines unserer Ziele ist es, die Hauptfächer zu stärken und Raum für handlungsorientierten Unterricht zu schaffen und dabei die Kreativität und Neigungen der Einzelnen nicht aus dem Blick zu verlieren.

Der Rahmen bestimmt den Alltag

Um eine tägliche Kontinuität zu gewährleisten und unterschiedliche Sozialformen und Lernaktivitäten zu ermöglichen, bieten wir die Hauptfachstunden möglichst an vier Tagen in der Woche an. Über die Stundentafel ergibt sich hier in der Regel ein Mehr an Unterricht in den Hauptfächern, der seit dem Schuljahr 2016/17 zusätzlich auch durch Lernzeit (Freiarbeitsstunden) ergänzt wird. Dadurch entfallen in der Regel weitere Hausaufgaben. Darin enthalten ist auch ein Teil unseres Förderkonzeptes. Alle anderen Fächer werden weitestgehend in Blöcken á 90 Minuten unterrichtet. Dadurch entsteht mehr Raum für handlungsorientierten Unterricht und Zeit für das Einübung und die Durchführung von unterschiedlichen Lernmethoden. Außerdem reduziert sich dadurch die Zahl der Fächer am Tag und entsprechend die Menge des im Tornister zu transportierenden Schulmaterials. Sport wird in der gesamten Sekundarstufe I vierstündig unterrichtet.
Bereits in der 5. Klasse haben die Kinder die Möglichkeit, in einem Neigungsfach ihre Interessen zu entdecken. Aktuell können naturwissenschaftliches Experimentieren oder Darstellendes Spiel / Theater sowie Chor gewählt werden.
Ab Klasse 6 kommt dann die zweite Fremdsprache als zusätzliches Neigungsfach hinzu, hier bieten wir Spanisch, Französisch und Latein als Wahlmöglichkeiten an.
Der Stundenplan könnte in Klasse 5 beispielsweise wie folgt aussehen:

Stundenplan

Der Block IV wird in Klasse 5 und 6 an drei Tagen bis 15.15 Uhr als Halbblock unterrichtet. Anschließend gibt es an einzelnen Tagen auch noch AGs. Dienstags ist eine Betreuung bis 15.15 Uhr ebenfalls über AGs gewährleistet. Freitags endet der Schultag für die Sekundarstufe I um 14.00 Uhr.                                                                  

Phasierung des Schuljahres

In den vergangenen Jahren ist uns mehr und mehr bewusst geworden, dass die Phasierung den Kindern hilft, Orientierung im Jahresverlauf zu bekommen, um frühzeitig zu sehen, wann und wie viel Lernzeit nötig ist. Die Klassenarbeitsphasen stellen für Schülerinnen und Schüler immer eine ganz besondere Herausforderung dar. Um die Lernbelastungen zu verringern, werden Testphasen in den sogenannten kleinen Fächern von den Klassenarbeiten in den Hauptfächern entkoppelt, und in den Hauptfächern werden nur in Ausnahmefällen zwei Arbeiten in einer Woche geschrieben. Somit erstrecken sich die Phasen in der Regel über drei Wochen, und der Lernumfang lässt sich leichter neben dem Schulalltag bewältigen.

Ganztag

Ihre Kinder sind an drei Tagen bis 15.15 Uhr bei uns und dank des breiten AG-Angebots z.T. auch darüber hinaus. Als Ganztagsschule sind wir bestrebt, ein breites Angebot zu schaffen, wobei die Neigungen der Schülerinnen und Schüler wiederholt im Vordergrund stehen.

Ein verlässliches Projekt - Ganztag am FCG

Am mindestens drei Tagen in der Woche findet bis 15.15 Uhr Regelunterricht statt. Eine Betreuung ist sogar an vier Tagen bis ca. 15.15 Uhr möglich und je nach AG-Angebot auch darüber hinaus. Insbesondere zum Ende des Schultages können die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften besuchen. Jede Jahr gestalten wir ein abwechslungsreiches und interessantes AG- und Pausenprogramm in den Bereichen Sport&Spiel, Forschen&Fördern, Musik&Mehr.
Des weiteren ist es uns ein Anliegen, auch ein differenziertes Förderangebot zu schaffen. Dabei möchten wir im Rahmen unserer Möglichkeiten sowohl auf Schwächen in einzelnen Bereichen eingehen als auch die besonderen Neigungen und Stärken fördern.

Vielfältiges Betreuungs- & AG Angebot

Robotik-, Theater,- Sport-AGs, Häkeln, Knobeln...  Seit dem Schuljahr 2014/2015 legen wir einen besonderen Augenmerk auf die Mittagspausen und schaffen hier ein breites und attraktives Angebot für die Kinder, wo sie sich künstlerisch betätigen, mit Spaß knobeln oder sportlich aktiv sind. Das ClubKonzept sieht vor, dass man ein Pausenangebot verbindlich wählen kann. Wir wollen den Kindern auf diese Weise die Möglichkeit geben, attraktive Angebote wahrzunehmen ganz ohne Leistungs- und Notendruck. Neben der wichtigen Möglichkeit, in der Pause auf unterschiedliche Art und Weise entspannen zu können, gibt es auch im Nachmittagsbereich ein breites AG-Angebot.

Tagesrhythmus und Mensa Unterstufe

  • Schulbeginn um 8:00 Uhr
  • Block I und Block II am Vormittag
  • Mittagspause: 60 Minuten (Langtage) oder 40 Minuten (Kurztage)
  • Block III und IVa am Nachmittag
  • Schulende: an Langtagen um 15:15 Uhr (an mindestens 3 Tagen); an Kurztagen um 14:00 Uhr nach Block III

Die Kinder können sich jeden Tag in der Mensa stärken, dafür stehen verschiedene Gerichte zur Auswahl.
Die Bestellung und Buchung erfolgt über die Homepage des Gymnasiums. Nachfolgend ein mögliches Speisenangebot:

Speiseplan

Das Lernen lernen, Medienpass & Co.

In den Klassen 5 und 6 müssen die Schülerinnen und Schüler im Bereich der Organisation, Methoden- sowie Medienkompetenz ihre Fertigkeiten erweitern und ausbauen. Verschiedene Bausteine helfen ihnen dabei, diese Kompetenzen zu erwerben und zu festigen.

Den Alltag organisieren

Das organisatorische und soziale Lernen nimmt einen breiten Raum zu Beginn der Klasse 5 ein. Systematisch eingeübt werden folgende Inhalte:

  • Ordnung im Schultornister und auf dem eigenen Tisch halten
  • Heftführung systematisieren
  • Lernaufträge und Lernsequenzen bewältigen lernen
  • Verantwortung im Kleinen übernehmen – Dienst an der Gemeinschaft: Fegedienst in der Klasse / Klassenbuchführung / den Fachwechsel zwischen den Stunden vor- und nachbereiten
  • Sich im Klassenrat einbringen – Konflikte gemeinsam bewältigen Im Laufe der Zeit kommen dann weitere Lernmethoden hinzu, die sich mehr und mehr auch auf die digitalen Medien beziehen. Das Deutsch-Biologieprojekt (eine Tierbeschreibung mit umfangreicher Dokumentationsmappe) bildet den Abschluss der Klasse 5, bei dem die Schülerinnen und Schüler erstmalig auch viel mit dem Laptop arbeiten.

Nach und nach folgen dann auch Kompetenzen in weiteren Sozialformen und Arbeitstechniken, wie z.B. Gruppenpuzzle, Lernplakate und das Halten von Kurzreferaten. Alters- und situationsgerecht stellen wir den Kindern sukzessive neue Herausforderungen, um sie so in ihren Kompetenzen zu fördern.

Das Lernen lernen

Eine zentrale Frage des Unterrichtsalltages ist, wie man richtig lernt. Ausgehend von der Beobachtung, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt, gilt es auch hier, individuelle Lernwege zu finden. Dabei helfen unter anderem Vorträge für Eltern, durchgeführt von externen Experten, sowie weitere Workshops für die Kinder im Klassenverband. Seit dem Schuljahr 2015/2016 gibt es außerdem die Vokabelpause, in der die Schüler das täglich Pensum an Vokabeln in der langen Mittagspause bearbeiten können, darin Anleitung bekommen und somit diesen Lernbereich nicht mehr mit nach Hause nehmen müssen.

Medienpass NRW

Der souveräne und reflektierte Umgang mit Medien ist eine Schlüsselkompetenz unserer Zeit. Darum nimmt  das FCG seit 2012/13, damals noch als Pilotschule des Landes NRW, am Medienpass-Programm teil und hat dieses in den Schulalltag integriert. Der Medienpass dokumentiert den Erwerb von Kompetenzen rund um Medien - das betrifft das Erstellen und Bearbeiten von Texten, Präsentationen, Hörspielen oder Filmen, aber auch das kritische Reflektieren des Medieneinflusses.  
Für unsere Schule ist der Medienpass eine sinnvolle Ergänzung unseres Medienkonzepts. Viele Inhalte des Passes sind bei uns schon lange im Unterricht verankert, dank der sehr guten technischen Ausstattung fällt es uns leicht, das breite Anforderungsspektrum abzudecken.