Alles Fake?

Die 7a untersucht und produziert falsche Nachrichten

Im Zeitalter von Cybermobbing sowie Manipulationsvorwürfen in den Medien ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass es Informationsquellen gibt, die seriös informieren und andere, deren Funktion es lediglich ist, „likes“ zu bekommen und zu manipulieren. Doch kann man Lügen – fake news – einfach so produzieren, sodass der Leser gar nicht bemerkt, dass er einer Lüge aufgesessen ist? Und: Kann man über diesen Weg lernen, Manipulationen zu entlarven?

Die Schüler der 7a haben sich im Rahmen eines Workshops im K21 fake news zum Ständehaus überlegt, einen frei erfundenen Artikel geschrieben und – damit er auch glaubwürdig ist – passende Fotos gemacht.

Will man also das Gerücht streuen, dass das Museum an einen ausländischen Investor verscherbelt wird, dann macht man einfach ein Photo eines Händedrucks - beliebig, ohne Gesichter. In Verbindung mit dem Text gilt das Photo jetzt als Beweis!

Oder ein schlimmer Einbruch, ein Attentat– unscharfe Photos des Flüchtenden, angebliche Beweisbilder des Schadens, Fotos der vermeintlichen Briefbombe – oder doch nur ein schlichtes Päckchen, adressiert und irgendwo fotografiert? Was ist, wenn man Personen mit Photoshop gekonnt hineinkopiert, so dass plötzlich „Täter“ an Mauern, an hohen Türmen hängen? Ein bisschen nicht deckende Farbe mit dem elektronischen Pinsel auftragen und schon brennt es im Gebäude, wirklich, sieht man doch auf dem Bild, oder nicht?!?

Die Schüler haben in der kurzen Zeit viel ausprobiert und gelernt: Ein Photo ist noch lange kein Beweis und fake news sind schnell hergestellt.

Und sie fragen jetzt kritischer, wenn sie News in den Medien finden, ob das Bild wirklich überprüfbare Informationen liefert - oder ob es manipuliert, eine Collage/Montage, ist. Sie prüfen genauer Kriterien wie Motiv, Bildausschnitt, Größe der Bildelemente, Lichteinfall und Bildqualität.

Alexandra Gruber